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Projekte der Fachgruppe Projekt Umsetzung der klinischen Pharmazie an den Universitäten Der
Vorstand der Fachgruppe hat im Frühjahr/Sommer 2009 alle pharmazeutischen
Institute angeschrieben und zum Stand der Etablierung des Fachs Klinische
Pharmazie befragt. Die Ergebnisse wurden in der Pharmazeutischen Zeitung
veröffentlicht. Der Artikel finden Sie unter folgendem Link: Die Umfrage wurde auch in einem Editorial kommentiert: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=31792&type=0
Projekt Arzneimittelinteraktionen Im Rahmen der Behandlung eines
Patienten besteht die Verpflichtung, mögliche Arzneimittelinteraktionen zu
vermeiden oder bestehende Interaktionen rechtzeitig zu erkennen und deren
Bedeutung für den Patienten abzuschätzen. Der Apotheker kann hierbei dem Arzt
beratend zur Seite stehen und damit helfen, die Arzneimittelsicherheit für den
Patienten zu erhöhen. Prinzipiell lassen sich zwei Vorgehensweisen für die
Etablierung und Durchführung einer Interaktionsberatung durch den Apotheker
unterscheiden. Beide Verfahren müssen sich dabei nicht gegenseitig
ausschließen. Bei dem interaktionsbezogenen
Vorgehen werden bestimmte Arzneimittelinteraktionen im voraus definiert, und es
wird anschließend untersucht, ob diese in der Praxis auftreten. In diesem
Zusammenhang können Arzneimittelverbrauch und die Messung bestimmter
Laborparameter (Quickwert, TDM von interaktionsrelevanten Arzneistoffen)
herangezogen werden, um hierüber Erkenntnisse zu gewinnen. Das
interaktionsbezogene Vorgehen eignet sich vor allem dafür, wichtige immer
wiederkehrende Wechselwirkungen zu erkennen, um sie zukünftig zu vermeiden oder
therapeutisch beachten zu können. Eine andere Möglichkeit besteht
in der patientenbezogenen Vorgehensweise. Hierbei erfolgt, eine
kontinuierliche oder konsiliarische pharmazeutische Betreuung durch einen
Apotheker, der Arzneimittelanamnesen durchführt und auf Interaktionen hin
bearbeitet. Im Rahmen des Projekts
"Arzneimittelinteraktionen" der AG Klinische Pharmazie soll indikationsbezogen
vorgegangen werden. Es soll untersucht werden, inwieweit in den sich
beteiligenden Kliniken Interaktionen der folgenden Arzneistoffe untereinander
und insbesondere auch mit weiteren Interaktionspartnern auftreten: Phenprocoumon Theophyllin Mit Hilfe eines gemeinsam zu
erarbeitenden Untersuchungsbogens sollen die aufgetretenen Interaktionen erfasst
werden. Die dabei zu erfassenden klinischen Parameter (Symptomatik, Laborwerte
etc.) müssen entsprechend dem Interaktionsproblem ausgewählt werden. Die Auswertung soll Ergebnisse
über die Häufigkeit der bestimmten Interaktionen, evtl. nach
Fachrichtungen aufgegliedert aufzeigen. Auch sollen Aussagen zur klinischen
Relevanz gemacht werden. Hierfür soll das Interaktionsproblem von
ausgewählten Fachleuten (Mediziner, Apotheker, Hochschullehrer) mit einem
Score-Wert beurteilt werden. Die Untersuchung könnte damit
Daten zu Häufigkeit und Schweregrad ausgewählter Interaktionen generieren und
auf diese Weise wissenschaftlich gestützte Argumente für die Durchführung von
Maßnahmen zur Erhöhung der Arzneimittelsicherheit (Arzneimittelanamnesen)
liefern. Interessenten für diese Projekt
benötigen als Voraussetzung die Bereitschaft und Möglichkeit der
qualifizierten, regelmäßigen Datenerhebung auf ausgewählten Stationen ihrer
Klinik. Kontaktadresse: |